Vermisst im Moosinninger Weiher !

Zur Vermisstensuche rückten am Samstag, 27. Juli 2013 gegen 11:00 Uhr zehn Einsatzkräfte der SEG Wasserrettung der Erdinger Wasserwacht an den Moosinninger Weiher aus. Ein Badegast hatte von der Liegewiese aus beobachtet, dass sich aus dem Wasser eine Hand streckte.Danach konnte aber niemand mehr wahr genommen werden, der nach einem eventuellen Abtauchen wieder an die Wasseroberfläche kam.Ohne zu zögern teilte die Augenzeugin den anwesenden Wachkräften der DLRG Erding ihre Wahrnehmungen mit. Sofort machten sich drei Einsatzkräfte unter der Führung des Technischen Leiters der DLRG Erding Peter Schebesta mit Schnorchel, Tauchermaske und Rettungsbrett an die Einsatzstelle. Nach einer ersten ergebnislosen Suche wurde anschliessend über die Integrierte Leitstelle des Landkreises Erding, Alarm für die Wasserwacht Erding ausgelöst. Mit den beiden Wasserrettungseinsatzfahrzeugen nebst Rettungsbooten fuhren Rettungstaucher, Motorrettungsbootführer und Wasserretter an den Badesee der Gemeinde Moosinning.
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Bei Ankunft am See setzte der „Einsatzleiter Wasserrettungdienst“, Siegfried Ippisch, zwei Taucher zur ersten Absuche im Wasser ein. Rettungstaucher Alois Schießl sichtete im näheren Ostuferbereich in einer sogenannten Halbkreissuche zwischen zwei angegebenen Punkten in unterschiedlichen Tauchtiefen die Lage. Rettungstaucher Edgar Scholz wurde mit dem Feuerwehrboot aus Niederneuching in Richtung Badeinsel gebracht. Er tauchte dort bis zu 6 Meter auf den Grund und versuchte die gesuchte Person zu finden. Sicherungstaucher Lydia Saalfrank und Robert Blattenberger hielten sich in Bereitschaft.Von der Polizeihubschrauberstaffel am Flughafen München II kreiste der Hubschrauber „Edelweiß 1“ über der Einsatzstelle. Dieser musste wegen des trüben Wassers seinen Einsatz bald wieder abbrechen. Üblicherweise haben die Piloten aus der Höhe gute Sicht in ein Gewässer und können untergegangene Personen wahrnehmen.Die zum Einsatz mit hinzu alarmierten Feuerwehrkräfte aus Moosinning und Niederneuching befragten zusammen mit der Polizei und der DLRG Erding die Badegäste um Wahrnehmungen oder ob Personen längere Zeit nicht mehr am Platze erschienen seien. Die Befragung blieb ohne Ergebnis.Da sich der Einsatz zeitlich offensichtlich ausdehnen würde, forderte Ippisch weitere Taucher von der DLRG aus Taufkirchen/ Vils nach. Nach mehr als 30 Minuten Suche wurde die sogenannte „Findungsphase“ als beendet erklärt und alle Einsatzkräfte zurück an Land beordert. Nach einer kurzen Abstimmung begann danach eine geordnete Absuche in der Fläche mit Schleppstange und dem Rettungsboot der Erdinger Wasserwacht.Die Rettungstaucher wurden so Bahn für Bahn unter Beobachtung von Abschnittleiter Martin Gräbe über die gesamte Breite des Sees geschleppt. Alois Schießl und Edgar Scholz beendeten die Suche nach gut einer Stunde und wurden von den Kollegen der DLRG Taufkirchen abgelöst. In gleicher Weise zog man so die „frischen“ Taucher durch den See.

Gegen 13 Uhr beendete der Einsatzleiter Ippisch den Einsatz in Absprache mit der Polizei Ergebnislos. Eingesetzt waren 65 Hilfskräfte von Wasserwacht Erding, BRK Landrettungsdienst mit Notarzt, DLRG Erding Taufkirchen/Vils, Feuerwehr Niederneuching und Moosinning, sowie der Kreisbrandinspektion, das Kriseninterventionsteam der Malteser sowie die oberbayerische Polizei. Der See wurde für die Zeit des Sucheinsatzes für Badegäste gesperrt. Alle Badegäste verhielten sich sehr diszipliniert, verließen von selbst den See und akzeptierten Absperrungen.

In einer Nachbesprechung aller, am Einsatz beteiligten Einsatzleiter vor Ort ließ man die durchgeführten Maßnahmen Revue passieren.

Der Augenzeugin, die Auslöser dieser Suchaktion war, entstehen keine Kosten oder Unannehmlichkeiten betonte Siegfried Ippisch, Vorsitzender der Erdinger Wasserwacht. Glücklicherweise gibt es Leute die „hinschauen“. Für uns, so Ippisch, gilt: Lieber einmal umsonst ausgerückt, als eine zu späte Alarmierung.

Nach der Aufregung um den Einsatz begannen die Mitglieder der DLRG Moosinning ihr Seefest für die Badegäste vorzubereiten – und hatten hoffentlich noch den gewünschten Erfolg dabei.